Album der Missionare

Lieber Bruder Gebauer,

es ist mir eine Ehre, mein Andenken an Ihre liebe Frau in Worte zu fassen. Ihre Taten versetzen einen in Erstaunen. Sie war ein großartiges Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage und eine treue Missionarin.

Als ich Schwester Gebauer das erste Mal begegnete, hatten meine Frau und ich gerade erst unsere Mission angetreten. Sie wollte mich nur wissen lassen, dass sie bereit sei, eine musikalische Fireside für den Pfahl München und insbesondere für die Freunde der Kirche auf die Beine zu stellen, die von unseren Missionaren betreut werden. Sie war unglaublich begeistert und beharrlich. Mir dämmerte langsam, wie erstaunlich sie war. Ihre Begeisterung war überaus ansteckend; nie hörte sie auf zu lächeln oder anderen Gutes zu tun.

Im Verlauf der nächsten zweieinhalb Jahre zauberte es auch mir jedes Mal ein Lächeln ins Gesicht, wenn mir wieder einer der zahlreichen Berichte über ihre Missionsarbeit zugetragen wurde. Eine wahrlich erstaunliche Missionarin! Schwester Gebauer hat verinnerlicht, was Elder M. Russel Ballard bei der Herbst-Generalkonferenz 2013 zum Ausdruck brachte:

„Wenn Sie dauerhaft Liebe und Hoffnung in sich tragen, gilt Ihnen die Verheißung des Herrn: ‚Erhebt eure Stimme zu diesem Volk; sprecht die Gedanken aus, die ich euch ins Herz geben werde, dann werdet ihr vor den Menschen nicht zuschanden werden.‘“

Wir alle wissen, dass Schwester Gebauer in diesem Leben nicht vor den Menschen zuschanden wurde, und ich bin mir sicher, dass dies auch auf der anderen Seite des Schleiers nicht der Fall ist. Sie war durch und durch eine Jüngerin Christi und seinem Evangelium, das sie von ganzem Herzen geliebt hat, treu ergeben. Mögen wir alle bereit sein zu geben wie sie von sich gegeben hat. Wir haben sie sehr ins Herz geschlossen.

Präsident Richard L. Miles

Schwester Gebauer bewundere ich schon, seit wir uns das erste Mal begegnet sind. Ihr Lächeln war wirklich ansteckend, und jedem begegnete sie mit Wärme und Freundlichkeit.

Wie viele wunderbare Eigenschaften – vor allem auf musikalischem Gebiet – ihr doch zu eigen waren! Sie nahm sich die Zeit, zahlreiche musikalische Veranstaltungen für den Pfahl und die Öffentlichkeit auf die Beine zu stellen. Ich hatte immer Freude an den Auszügen aus den Broadway-Musicals, die so toll auf die Bühne gebracht worden sind. Dank ihr konnten im Rahmen dieser Produktionen viele ihre musikalischen Talente zeigen.

Ich mochte den Kammerchor Vocalis, in dem sie eine wichtige Rolle gespielt hat. Es war eine wirklich professionelle Formation, und ich weiß, dass sie großen Anteil an der ausgezeichneten musikalischen Qualität dieses Chores hatte. Wir mochten eine der CDs ganz besonders, haben viele davon gekauft und sie unseren zurückgekehrten Missionaren als Hochzeitsgeschenk gegeben!

Neben ihren musikalischen Talenten zeichnete sie, wie ich glaube, in ihrem Leben aber noch etwas weitaus wichtigeres aus: sie war vom Wunsch beseelt, jedem, dem sie begegnete, vom Evangelium zu erzählen. Sie war wahrlich ein hingebungsvolles Mitglied der Kirche Jesu Christ der Heiligen der Letzten Tage. Viele Stunden ihres Lebens verbrachte sie damit, unsere Missionare bei ihren Lektionen zu unterstützen, und sie war ihnen ein unglaublich großes Vorbild. Wir sind überaus dankbar, dass sie uns immer ein großartiges Beispiel dafür gegeben hat, was es bedeutet, ein Missionar zu sein.

Wie wunderbar es doch ist, den Plan der Erlösung zu kennen und zu wissen, dass wir alle sie eines Tages wiedersehen werden! Ich weiß, dass sie jetzt fortführt, worin sie hier auf der Erde so unermüdlich war: ihre Missionsarbeit!

Sister Brenda Miles

 Lieber Bischof Gebauer,

Ihr Verlust tut mir unendlich leid. An die Zeit, die ich in Augsburg als Missionar verbracht habe, erinnere ich mich sehr gern zurück; und in den meisten meiner Erinnerungen spielen Sie und Ihre Frau eine Rolle.

Denke ich darüber nach, kommen mir zwei gemeinsame Auftritte mit Ihrer Frau in den Sinn – meine beiden Lieblingsmomente: Einmal – anlässlich der abschließenden feierlichen Gala, als die Gemeinde zum Thema Familienforschung auf der Messe vertreten war – haben wir ein Duett aus dem Phantom der Oper gesungen. Ein andermal habe ich sie bei ihrem Sologesang auf einer öffentlichen Feier zum Chinesischen Neujahr auf der Gitarre begleitet (siehe Foto).

Sie war eine überaus begabte Sängerin und ein wunderbares Beispiel dafür, wie man stets darauf bedacht sein kann, die eigenen Talente zur Förderung der Talente seiner Mitmenschen einzusetzen. Ich bin mir sicher, dass sie jetzt und auch weiterhin genauso fleißig und beseelt all ihren Brüdern und Schwestern Liebe erweist. Und ganz bestimmt wartet sie sehnsüchtig darauf, mit Ihnen wieder vereinigt zu sein.

Ich wünsche Ihnen alles nur erdenklich Gute und möchte Sie wissen lassen, dass Ihre Familie und die anderen wunderbaren Mitglieder der Gemeinde Augsburg immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben werden.

Ihr Bruder Kevin M. Brown

 Was ich an Teresa Gebauer am meisten liebe: Sie war immer bereit – einfach bei allem! Jemand zu helfen, jemand zu dienen, jemand zu lieben. Sie war immer bereit, und der Herr wusste, dass er sich immer auf sie verlassen konnte.

Einmal war ich bei ihr zuhause, und es war mein Geburtstag. Ich bin 21 geworden und hatte unglaubliches Heimweh. Sie ist heimlich in die Küche gegangen und kam mit einem schönen Kuchen für mich wieder heraus. Sie war bereit. Niemand konnte ihrer Aufmerksamkeit entgehen! An meinem ersten Vorbereitungstag in Augsburg hat sie uns angerufen, und wir sind mit ihr überall hingegangen, um Besuche zu machen. Danach hat sie uns Eis gekauft. An diesem Tag habe ich in mein Tagebuch geschrieben:

Heute hat uns Schwester Gebauer zu Schwester Hendriock mitgenommen. Sie ist alt und lustig und außerdem fast taub. Daher muss sie sich durch lautes Krächzen verständlich machen. Sie ist auch sehr einsam und wartet eigentlich nur darauf, abberufen zu werden. Als wir uns zu ihr setzten, fing sie an aufzublühen. Schwester Gebauer streichelte ihren Kopf und ihre Hand, und als wir aufstanden, um uns zu verabschieden, hielt sie Schwester Gebauers Arm ganz fest und blickte uns mit Tränen in den Augen an.

„Mein Mann ist tot!“ schrie sie unvermittelt. Dann blickte sie nur nach unten. … Einen Moment später richtete sie ihren Blick auf Schwester Gebauer und rief: „Hast du mich lieb?“ Schwester Gebauer antwortete: „Ja, ich habe dich sehr lieb.“ Schwester Hendriock wollte wissen, ob auch wir sie lieb hätten. In diesem Moment wurden Sister Powell und ich von Gefühlen der Liebe übermannt. Niemals zuvor hatte ich so stark verspürt, im Auftrag des Herrn unterwegs zu sein. Wohl warteten Menschen darauf, besucht zu werden und Familien darauf, mehr vom Evangelium zu erfahren – doch wäre Christus an diesem Tag in Augsburg gewesen, bin ich überzeugt, er wäre genau dort gewesen: bei Schwester Hendriock. Und er hätte ihr gesagt, dass er sie lieb hat.

Ich liebe Schwester Gebauer und freue mich schon darauf, sie wiederzusehen. Wir werden zusammensitzen – sie, Schwester Hendriock und ich – und zusammen darüber reden, was wir alles gemacht haben. Über unsere Mission und darüber, wie schwierig die deutsche Sprache ist. Das Motto, das mir seither geholfen hat, sicher voranzuschreiten, entstammt einem Buch, das Schwester Gebauer mir gegeben hat:

„Für eine begabte Person [sollte] Englisch in dreißig Stunden, Französisch in dreißig Tagen und Deutsch in dreißig Jahren erlernbar sein. Es scheint demnach offenkundig, dass letztgenannte Sprache zurechtgestutzt und instand gesetzt werden muss. Falls sie so bleibt, wie sie ist, sollte sie sanft und ehrfurchtsvoll zu den toten Sprachen gestellt werden, denn nur die Toten haben Zeit genug, sie zu lernen.“ (Mark Twain, Die schreckliche deutsche Sprache.)

Sister Olivia Christianson

Lieber Bruder Gebauer,

die traurige Nachricht über Schwester Gebauer hat mir Präsident Miles überbracht. Ich konnte es kaum glauben. Mir war nicht bewusst, dass sie gegen Brustkrebs gekämpft hat. Für das Beispiel, das Sie und Ihre Frau mir gegeben haben, werde ich immer sehr dankbar sein.

Ich möchte gern ein paar meiner Gedanken niederschreiben. Schwester Gebauer hat uns immer sehr geholfen. Immer war sie bestrebt, Leuten zu helfen und von ihrem Glauben zu erzählen. Ein paar Mal lud sie uns ein, ihre ältere Nachbarin zu besuchen und Laub in ihrem Garten zu rechen. Uns hat es großen Spaß gemacht, und die Nachbarin war für die Hilfe sehr dankbar.

Nie werde ich vergessen, welche Hilfe Elder York und ich bekamen, als wir den Taufgottesdienst für John und Moses vorbereitet haben. Wir wussten nicht, wie wir die Taufe musikalisch gestalten sollten. Wir dachten ein wenig nach und baten dann Teresa um Hilfe. Sie war einverstanden und nahm die Aufgabe an. Kaum eine Woche später hatte sie einen ganzen Chor für die Taufe organisiert. Die Musik war geistig so anrührend, dass jeder in der Versammlung im Herzen tiefbewegt war. Das Programm war wunderschön – leider habe ich es nicht aufgenommen. Sonst könnte ich es mir immer wieder ansehen.

Ich bin wirklich sehr dankbar, dass ich Schwester Gebauer noch kennenlernen durfte. Auch mir fehlt sie sehr, und Ihnen gehört mein tiefstes Mitgefühl. Denken Sie immer daran, dass sie bei ihrem Vater im Himmel ist und sie beide in Ewigkeit vereint sind. Seien Sie treu im Glauben und tun Sie Ihr Bestes.

In tiefstem Beileid

Elder Adam Evans (in Augsburg Juni-November 2013)

Also, ich würde gern von einem echt starken Erlebnis berichten. Wie ihr vielleicht wisst, waren wir in Augsburg, als Schwester Gebauer krank war und dann gestorben ist. Ich fand heraus, dass bis zu ihrem Tod niemand in der Gemeinde – außer dem Bischof und einem Missionar, der aber nicht mehr da war, und natürlich dem Ehemann selbst – etwas davon wusste.

Es gab eine Trauerfeier für sie in der Kirche, und Leute aus dem ganzen Pfahl und auch aus Gemeinden außerhalb des Pfahls und sogar aus der ganzen Welt waren da. Mit vielen konnte ich sprechen, und ich hörte den Ansprachen, den Zeugnissen und Geschichten zu, die sich um diese Schwester drehten… Ich war bestürzt.

Zuvor hätte ich nicht gedacht, dass jemand wie sie so viel bewirken könnte. Sie war in keiner Führungsposition, hatte weder eine wichtige Berufung noch einen supertollen Job. Sie war einfach sie selbst. Aber sie hat ihr Leben voll ausgeschöpft. Ich habe unser Gebietsbuch durchgeblättert, und auf jedem einzelnen Fortschrittsbericht war Schwester Gebauers Name verzeichnet.

Sie hat jedem Zeugnis gegeben, sie hat geliebt, sie hat gedient. Sie war so selbstlos, dass ich es kaum glauben konnte. Und Bruder Gebauer ist eine Kämpfernatur. Der Glaube und die Kraft dieser Familie sind unglaublich. Drei Tage, nachdem sie gestorben war, kam er zur Kirche. Als er gefragt wurde, warum er gekommen sei, entgegnete er: „Das hätte sie so gewollt.“

Ich kann mir zwar nicht erklären, weshalb, aber eine ganz „normale“ Frau, die einfach alles getan hat, was sie konnte, hat das Leben so vieler Menschen beeinflusst, indem sie einfach gedient hat und für jeden da war. Es wurmt mich, dass ich sie nie kennengelernt habe. Doch obwohl wir uns nie begegnet sind, bewegt mich ihre Geschichte und motiviert mich, „dort anzuheben, wo ich stehe“ und alles zu tun, was ich kann – und zwar mit allem, was ich habe.

Daraus sollten wir alle etwas lernen – niemand ist zu gering, als dass er nicht etwas bewirken könnte. Als Jüngerin Jesu Christi ist sie wirklich ein Beispiel, und Bruder Gebauer – meine Güte! Sollte ich jemals so etwas durchmachen müssen, hoffe ich, dass ich genauso einen Glauben und so ein Zeugnis an den Tag legen kann wie er.

Elder Jacen Sponseller

 Ich hatte die Gelegenheit, mit Schwester Gebauer während meiner Zeit in der Gemeinde München 3 zusammenzuarbeiten. Eine ganz süße junge Frau namens Chia-Ling hatte Jahre zuvor die Kirche kennengelernt, konnte sich aber damals nicht taufen lassen, weil ihre Familie dagegen war. Nachdem sie über die Jahre einige andere Kirchen besucht hatte, kam sie zu uns, weil sie sich daran erinnerte, hier einst die Fülle des Evangeliums kennengelernt zu haben. Sie kam mit dem Wunsch, sich baldmöglichst taufen zu lassen.

Meine Mitarbeiterin und ich waren noch nicht sehr lange auf Mission, und wir ahnten, dass es für uns allein schwer sein würde, sie vorzubereiten und ihr zu helfen, genügend Glauben zu entwickeln, um bis ans Ende auszuharren. Und wir wussten zudem, dass es schwierig sein würde, ihr alles nur auf Deutsch zu erklären.

Schwester Gebauer wollte uns bereitwillig helfen. Sie erfasste die Situation sofort und ging liebevoll auf Chia-Ling zu. Sie lud sie zu sich nach Hause ein und schenkte ihr eine Dreifachkombination der heiligen Schrift, in der Chia-Ling eifrig las. Mehrmals kam sie nach München und war bei den Lektionen dabei. Auf Deutsch und Chinesisch beantwortete sie geduldig Chia-Lings Fragen zum Evangelium und brachte bereitwillig andere zur Taufe mit, um auch sie den Geist verspüren zu lassen, der dort herrschte.

Da sich Schwester Gebauer so um sie kümmerte, war es für Chia-Ling sehr viel einfacher, anderen in der Kirche nachhaltig beizustehen. Sie erkannte wirklich, dass wir eine Familie sein und einander helfen sollen. Oftmals merkte sie an, dass die Kirche wie eine Familie ist. Ich bin sehr dankbar für Schwester Gebauers Beispiel für mich als Missionarin und für den Beistand, der sie für ein neues Mitglied unserer Kirche gewesen ist.

Sister Rebecca Smith

 Ich habe sie ein paarmal getroffen, als ich der Gemeinde München 3 zugewiesen war. Ich möchte von ein paar Erlebnissen berichten – kleine Erinnerungen nur, die mein Leben aber dennoch beeinflusst haben. Zunächst muss ich mich entschuldigen, dass ich auf Englisch schreibe. Erst wusste ich nicht, was besser ist: Deutsch oder Englisch. Aber dann dachte ich, dass ich meine Gedanken auf Englisch doch besser zum Ausdruck bringen kann.

Ich erinnere mich an ein schönes Erlebnis mit ihr, als sie sich mit Chia-Ling anfreundete – einer neugetauften jungen Chinesin aus der Gemeinde München 3. Chia-Ling feierte eines Tages ihren Geburtstag. Es kamen etliche Leute, und Schwester Gebauer war auch da, half mit beim Kochen und brachte einen superschönen Kuchen mit. Alles tat sie mit ungeheurem Elan, und als alle auseinandergingen, waren sie nicht nur vom Kuchen gesättigt, sondern hatten auch die Liebe Christi verspürt.

Das war übrigens nicht das einzige Mal, dass ich sie arbeitend in der Kirche in der Küche antraf – und immer lächelnd. Stets war sie freundlich und grüßte jeden, der in die Küche kam, ganz gleich, ob sie ihn kannte oder nicht. Mir war immer sofort klar, dass sie mich akzeptierte, wie ich bin.

Als Missionarin hat man mit vielen Leuten zu tun, die einem unbekannt sind. Ich konnte mich jedoch – und das wusste ich – darauf verlassen, dass sie mich anlächelte und Frieden ausstrahlte, obwohl ich sie kaum kannte. Ich stelle mir vor, dass sich jemand so fühlen muss, wenn er Christus das erste Mal begegnet: bedingungslos geliebt ohne zu urteilen oder Hintergedanken zu hegen.

Ich bin sehr dankbar, dass ich mit ihr eine Zeitlang zusammenarbeiten und an ihrem wunderbaren, starken Geist Anteil haben konnte. Dort, wo sie jetzt ist, ist sie bestimmt eine unglaublich gute Missionarin. Meine Mission hat mich geformt, und sie hatte ihren Teil daran. Ihr Einfluss wird sich wiederum in meinen Kindern, deren Freunden, den Freunden ihrer Freunde und deren Kindern, meinen Enkeln, Urenkeln usw. widerspiegeln. Das Leben ist sehr kurz und kostbar. Es war mir eine Ehre, einen kleinen Teil des erfüllten Lebens von Schwester Gebauer miterleben zu dürfen.

Liebe Grüße, Sister Nicole Packer (Missionarin in der Gemeinde München 3 zusammen mit Rebecca Smith und Michelle Jaynes, 25.7.2013 – 28.11.2013)

Im Herbst 2011 begannen wir damit, Hui – eine junge Frau aus China – zu unterweisen. Sie konnte sich zwar auf Englisch verständlich machen, das reichte jedoch nicht, um wirklich zu verstehen, was wir uns bemühten, ihr über das Evangelium mitzuteilen. Nachdem Schwester Gebauer von dieser Situation erfahren hatte, kam sie fast wöchentlich von Augsburg nach München, um bei unseren Lektionen zu dolmetschen und Hui Zeugnis zu geben. Schwester Gebauer spielte eine entscheidende Rolle bei Huis Bekehrung, und sie wurden sehr gute Freundinnen. Das ist nur ein Beispiel für die Liebe, die Schwester Gebauer anderen entgegenbrachte, indem sie sich darin engagierte, ihnen das Evangelium näherzubringen.

Elder Solomon Anderson

 Mensch, ich war so traurig, als ich diese E-Mail bekam. Ich kannte Teresa nicht so gut, aber ich sah sie die letzten zwei Jahre oft, da sie viel in München zu tun hatte. Sie war einfach für uns alle ein Licht in der Finsternis. Ihre Stimme, ihr Zeugnis – einfach alles.

Ich erinnere mich an eine Geburtstagsfeier letztes Jahr im Oktober. Sie hat sich entschieden, etwas für Chia-Ling (Angela) zu machen und wir feierten zusammen. Sie hat leckere Spaghetti gekocht und hat alles dafür getan, damit Angela einen wunderbaren Tag mit uns verbringen konnte.

Auch die musikalischen Einlagen waren immer etwas Besonderes. Ich denke da an den Musicalabend im Oktober, die Weihnachtskonzerte und Teresas schöne Stimme. Bei der Pfahlkonferenz im November hat sie den Chor geleitet. Das war einfach fabelhaft! Nie habe ich den Geist so stark durch Musik verspürt. Mir kamen die Tränen, weil sie uns allen so noch ein bisschen mehr Licht und geistige Erkenntnis gegeben hat.

Ganz bestimmt hat Teresa etwas in meinem Leben bewirkt – genau wie im Leben anderer Menschen, denen sie begegnet ist. Es tut mir so leid, von deinem Verlust zu hören!

Elder Nick Gochnour

 Schwester Gebauer war eine großartige Jüngerin Christi. Augsburg war meine erste Station auf Mission; dort habe ich insgesamt sieben Monate verbracht. In Augsburg hatte ich viele tolle Erlebnisse, und ich glaube es lag in erster Linie an Schwester Gebauer, dass diese Zeit für mich so besonders war. Mir war gesagt worden, dass sie eine große Begeisterung für die Missionsarbeit hat. Ich weiß noch, wie sie manchmal Termine für uns mit Leuten ausmachte, die selten oder nie in die Kirche kamen und die wir daher nicht kannten. Und dann kam sie auch noch mit und half uns bei den Lektionen! Die Freunde der Kirche wurden von ihr immer sehr liebevoll behandelt, und sie war immer bereit, sie zu betreuen.

Wir wussten, dass ihr Zuhause den Missionaren immer offenstand. An der Bekehrung von Udo – die erste Bekehrung, die ich auf Mission erlebte – hatte sie großen Anteil. Ich bin dankbar, dass Familie Gebauer sich mit Udo angefreundet hat, als er von den Missionaren unterwiesen wurde. Das hat sehr viel ausgemacht.

Schwester Gebauer war auch sehr begabt. Mein Mitarbeiter Elder Hyatt hat in einer Veranstaltung mitgesungen, die sie organisiert hat, und ich habe den Projektor bedient. Es war ein wirklich geistiger Abend, in den sie viel Zeit und Energie gesteckt hat. Es hat mir große Freude gemacht, und mein Glaube an Jesus Christus wurde sehr gestärkt.

Schwester Gebauer war der letzte vertraute Mensch, den ich sah, als ich Augsburg wieder verließ. Bevor ich abfuhr, traf sie mich am Bahnhof und gab mir einen großen Beutel Süßigkeiten und ein Stofftier. Ich denke, sie war fast trauriger als ich. Das gab mir ein ganz besonderes Gefühl, und ich war für diesen – wie wir es in der Mission nennen – „personal touch“ sehr dankbar. Diese Geste kam zu einer Zeit, als ich mich ein bisschen vergessen geglaubt habe, und so fiel mir ein guter Abschied aus Augsburg sehr viel leichter.

An Schwester Gebauer werde ich immer als jemand zurückdenken, der stets bereit war, anderen zu dienen und zu helfen. Sie hatte nämlich wirkliche Nächstenliebe für alle Menschen und den Wunsch, dem Herrn Jesus Christus zu folgen. Ich bin sehr dankbar, dass ich sie kennenlernen durfte und von ihrem Beispiel lernen konnte. Ich weiß, dass sie allen Augsburger Missionaren sehr fehlen wird.

Liebe Grüße, Elder Gordon Peterson

 Lieber Bruder Gebauer,

eines meiner schönsten Erlebnisse auf Mission hatte ich, als ich einmal mit Elder York, Udo und David bei Ihnen zuhause war. Elder George, der eigentliche Mitarbeiter von Elder York, lag gerade mit einer Infektion im Krankenhaus, also kam ich von Kaufbeuren nach Augsburg auf einen verlängerten Austausch. Es gab sehr gutes Essen, wir haben viel geredet und miteinander viel Spaß gehabt. Ganz neu für mich war ein Nachtisch, den Ihre Frau für uns gemacht hatte. Es war irgendwas Chinesisches mit kleinen weißen Kugeln darin. Das werde ich niemals vergessen!

Noch lange, nachdem ich den Pfahl München verlassen hatte, dachte ich daran zurück, wie schön die Musik bei jeder Pfahlveranstaltung war. Es war wirklich herrlich! Ich wünsche Ihnen alles Gute und sende Ihnen viele schöne Grüße! Ich bin sehr dankbar für das Evangelium und für die Menschen, mit denen ich über diese Botschaft sprechen kann. Auch für Ihr Beispiel bin ich dankbar. Sie haben mir gezeigt, wie man ein treues Leben führt.

Liebe Grüße, Elder Niklas Aardema (der halbe Holländer)

 Lieber Bruder Gebauer,

zwar kenne ich Sie nicht persönlich, doch tut es mir wirklich sehr leid, dass Sie Ihre Frau verloren haben. Ich kann mir nicht vorstellen, wie schwer das für sie sein muss. Ich kann nur sagen, dass Gott mit Ihnen ist und Sie sie wiedersehen werden, wenn Sie die Reise hier beendet haben werden. Verzweifeln Sie nicht! Alles wird am Ende gut. Gott hat Sie lieb! Und er wird sich um Sie kümmern! Ich bete für Sie. Alles wird gut.

Elder Mihai Petcu (Missionar in der Schweiz)

 Ich weiß nicht genau, was ich schreiben soll. Aber ich möchte gern von ein paar Erlebnissen berichten, die ich mit Schwester Gebauer (Wang Jiemei) hatte. Ich lernte sie bei meiner ersten Pfahlkonferenz im Pfahl München kennen, und ich war total froh, nach so langer Zeit endlich mal jemand aus meinem Heimatland zu sehen! Ich fühlte mich ihr gleich ganz nah.

Später, als wir Augsburg einen Kurzbesuch abstatteten, lernte ich sie ein wenig besser kennen. Sie plante gerade, eine weniger aktive chinesische Familie zu besuchen und mit ihr die Ansprachen der Generalkonferenz zu besprechen, um ihren Glauben zu stärken. Und wir verbrachten bei Ihnen zuhause eine wunderbare Zeit beim Essen und lernten weitere chinesische Freunde von ihr kennen.

Ich konnte sehen, dass Schwester Gebauer eine treue Jüngerin Christi war, die jeden in ihrer Nähe stärkte und aufbaute. Sie nutzte ihr Talent, ihre Leidenschaft fürs Evangelium und ihre Liebe zu ihren Mitmenschen um uns allen zu zeigen, wie das Evangelium ihr so viel Trost, Freude und Segnungen im Leben verschaffen konnte. Sie ist ein wirklich vollkommenes und wunderbares Vorbild für mich.

Ich weiß noch, wie mir meine Mutter in einer E-Mail schrieb, dass Bruder und Schwester Gebauer sich die Zeit genommen haben, sie in den Osterferien in Kaohsiung zu besuchen. Ich bin sehr dankbar, dass sie hierzu bereit gewesen waren. Meiner Mutter war es nämlich ein großer Trost, jemand aus meiner Mission kennenzulernen, der mich kannte, mit mir in Verbindung stand und auch noch Chinesisch spricht! Meine Mutter teilte mir mit, dass sie den Besuch sehr genossen hatte!

Mit eines der schönsten Erlebnisse mit Schwester Gebauer hatte ich bei der Taufe von Angela (Yeh Chia-Ling). Es waren nicht nur Bruder und Schwester Gebauer selbst anwesend – sie brachten sogar einen Freund mit, Herrn Chen. Schwester Gebauer hielt eine tolle Ansprache bei der Taufversammlung und gab allen Anwesenden durch den Geist Zeugnis von der Wahrheit. Gleich nach der Taufversammlung kümmerte sie sich darum, dass ihr Freund mehr über das Evangelium erfahren konnte.

Zusammen mit Angela, der Neubekehrten, saßen wir im Kreis und begannen, Herrn Chen im Evangelium zu unterweisen. Gemeinsam bemühten wir uns um den Geist und darum herauszufinden, inwieweit sich in Herrn Chen der Wunsch zur Taufe entwickelte. Immer, wenn ich Teresa Zeugnis geben hörte, empfand ich es als sanft, weich, aufrichtig und natürlich, jedoch auch als stark, tiefgehend und bewegend. Ich kann mich zwar nicht unbedingt an den genauen Wortlaut erinnern, doch werde ich nie das bestätigende, brennende Gefühl vergessen, das mich überkam, sobald sie Zeugnis gab oder von ihren Erlebnissen erzählte.

Sie fehlt mir so sehr! Ich wünschte, ich hätte mehr von ihr lernen können. Ich bin dankbar, das wiederhergestellte Evangelium Jesu Christi kennengelernt zu haben, dankbar vom Plan des Glücklichseins wissen zu können. Ich weiß, dass Teresa jetzt genau das tut, was sie tat, als sie noch hier war: Missionsarbeit! Jede Menge Missionsarbeit! Ich freue mich für sie, weil sie den Sieg im großen Kampf errungen hat. Sie hat die Wahrheit gefunden, und durch das wiederhergestellte Priestertum ist sie nun für die gesamte Ewigkeit an ihre Familie gesiegelt! Und sie hat wahrlich bis ans Ende ausgeharrt!

Ich liebe sie und vermisse sie schrecklich; doch weiß ich, dass ich sie wiedersehen werde! Dies weiß ich, weil ich weiß, dass das Evangelium wahr ist! Im Namen Jesu Christi, unseres Erlösers. Amen.

Liebe Grüße, Schwester Lin aus Taiwan

 Erinnerung Nr. 1: Ich bin Schwester Gebauer an meinem ersten Sonntag auf Mission begegnet. Im Bemühen, ein Gemeindehaus zu finden, in dem wir noch nie zuvor gewesen waren, fühlten sich Sister Christianson und ich gerade ein wenig verloren. Plötzlich zog das Gemeindehaus an uns vorbei, und wir fuhren in die falsche Richtung! Schnell nahmen wir die Straßenbahn in die entgegengesetzte Richtung. Als wir ausstiegen, fielen uns zwei Frauen auf, die aussahen, als seien sie auf dem Weg in die Kirche.

Unsere Vermutung wurde sofort zur Gewissheit, denn die beiden liefen lächelnd auf uns zu, umarmten uns und sagten: „Herzlich willkommen! Wir sind so froh, wieder Missionarinnen bei uns zu haben!“ (Oder etwas in der Art.) Eine von den beiden war Mandy, die andere Schwester Gebauer. Unter all den Freundschaften, die wir später dort noch knüpfen würden, waren sie diejenigen, die uns als erstes vertraut waren. Sie stellten uns den anderen vor, zeigten uns, wo die Klassen stattfanden und saßen in der Abendmahlsversammlung neben uns. Sehr viel mehr Erinnerungen sind mir vom ersten Sonntag nicht geblieben – aber ich weiß noch, dass ich mich verloren und einsam gefühlt hatte und mich die christliche Liebe eines wunderbaren Engels all diese Gefühle hatte vergessen lassen.

Erinnerung Nr. 2: Mein erster Vorbereitungstag auf Mission – gleich am darauffolgenden Tag. Ich war noch nicht einmal drei Wochen auf Mission und hatte keine Ahnung, was man am V-Tag so tut. Deswegen kam mir das, was sich dann ereignete, zunächst etwas seltsam vor. Meine Mitarbeiterin und ich waren beide neu in Augsburg; daher wollten wir die Stadt erkunden und hatten uns für den darauffolgenden Tag nicht allzu viel vorgenommen. Wir saßen gerade in dem Internet-Café, das uns die Missionare gezeigt hatten, und schrieben unseren Familien E-Mails, als das Telefon klingelte. Auf dem Display erschien Gebauer Schwester, und ich nahm das Gespräch erwartungsvoll, aber auch ein wenig gespannt entgegen. Erwartungsvoll, weil ich diese wunderbare Frau erst am Tag zuvor kennengelernt hatte, und gespannt, weil es mein erstes Telefongespräch auf Deutsch war.

Ich war ziemlich durcheinander und musste mehrmals nachfragen. Doch nachdem mir Schwester Gebauer das eine oder andere geduldig auch auf Englisch erklärt hatte, verstand ich endlich, worum es ging. Sie hatte eine Liste mit Freunden und weniger Aktiven, und wir sollten sie so schnell wie möglich treffen, um mit ihr zusammen diese wunderbaren Leute zu besuchen! Also beeilten wir uns und trafen uns mit ihr in der Stadt und begannen mit den Besuchen. An dem Tag besuchten wir drei von ihnen, fanden jemand, der interessiert war, und führten viele gute Gespräche mit Leuten, denen wir später wieder begegnen sollten. Schwester Gebauer zeigte mir, was es bedeutet, denen, um die wir uns kümmerten, wahre, aufrichtige Liebe entgegenzubringen. Durch ihr Beispiel lernte ich, als Missionarin immer „im Dienst“ zu sein und mit jedem zu sprechen, ungeachtet der Tageszeit oder des Wochentags. Durch ihre Liebe lernte ich, Menschen zuzuhören, die ich damals nicht verstehen konnte, die ich dann aber – durch die sorgsame Führung durch den Heiligen Geist – irgendwie doch verstand. Sie ist das vollkommene Beispiel der geduldigen Zuhörerin.

Erinnerung Nr. 3: Dies trug sich sehr viel später während meiner Zeit in Augsburg zu – wann genau, weiß ich leider nicht mehr. Sister Christianson und ich waren gerade bei einer Mitgliederfamilie zu Besuch, als wir wieder einmal von Schwester Gebauer angerufen wurden. Inzwischen wussten wir, dass ihre Anrufe große Wellen zu schlagen pflegten und immer mit ganz schön viel Arbeit verbunden waren. Denn es gab etwas, was sie niemals unterließ: sie arbeitete unentwegt und von Liebe beseelt! Diesmal hatte sie jemand, den sie uns vorstellen wollte! Sie sagte: „Schwestern, bei der Arbeit habe ich jemand getroffen. Er sagte mir, dass er an Gott glauben möchte; also meinte ich, er solle mit mir kommen und zwei junge Frauen treffen, die seine Fragen beantworten könnten! Wir sind gerade auf dem Weg ins Gemeindehaus. Seid ihr weit weg?“ Tatsächlich waren wir ein ganzes Stück weit weg, aber natürlich warfen wir sofort alle Pläne über den Haufen und sprangen in den nächsten Zug Richtung Gemeindehaus. Als wir ankamen, wartete dort Schwester Gebauer bereits geduldig mit dem jungen Mann vor der Tür. Es stellte sich heraus, dass er aus China war und sie ihn auch kurz zuvor erst kennengelernt hatte. Aber sie hatte ihm bereits machtvoll Zeugnis gegeben und ihn eingeladen, sich mit uns zu treffen.

Wir traten also ins Gemeindehaus ein und unterwiesen ihn auf seinen Wunsch hin im Evangelium. Der Mann sprach kein Englisch und nur sehr gebrochen Deutsch. Die nächsten 40 Minuten liefen so ab: Schwester Christianson stellte auf Deutsch eine Frage, Schwester Gebauer dolmetschte ins Chinesische und hörte zu, was der gute Mann zur Antwort gab. Dann sagte sie ihm noch einiges mehr auf Chinesisch – zweifelsohne gab sie Zeugnis von etwas, was seine Fragen beantwortete oder seine Antworten bekräftigte. Das wiederum übertrug sie für uns ins Deutsche. Dann las ich eine Schriftstelle vor, um den Gedanken zu vertiefen (leider aus meinen englischen Schriften, da ich die deutschen zuhause hatte liegenlassen), und fügte noch ein paar eigene Gedanken und mein Zeugnis auf Deutsch hinzu. Die ganze Zeit sah ich den jungen Mann an und wusste, dass er vermutlich nicht das Geringste von dem verstand, was ich ihm sagte. Aber Schwester Gebauer half mir nicht nur mit meinem Deutsch, sondern hörte auch genauestens meinen Worten zu und dolmetschte diesem Mann dann alles in seine Muttersprache. So konnte er alles verstehen.

Dann zog sie aus ihrer Tasche ein paar Diagramme und Bilder, die sie wohl immer dabei hatte. Sie zeigten die erste Lektion und den Zweck des Buches Mormon auf Chinesisch. Als wir sahen, wie der Mann an ihren Lippen hing, wussten meine Mitarbeiterin und ich, dass unsere Worte perfekt gedolmetscht worden waren und Schwester Gebauer machtvoll Zeugnis gab von dem, was wir meinten, aber selbst nicht zum Ausdruck hatten bringen können. Noch bevor wir fertig waren, fragte er sie, ob er so bald wie möglich getauft werden könne, denn er wolle auf keinen Fall nach China zurückkehren, ohne diese heilige Handlung empfangen zu haben.

Im Anschluss an unser Gespräch zeigten wir ihm noch schnell das ganze Gemeindehaus, er bedankte sich in gebrochenem Deutsch, und wir gingen unserer Wege. Am darauffolgenden Sonntag kam er in die Kirche, und wir bemühten uns, ihn auf die Taufe vorzubereiten, bevor er wieder nach Hause würde gehen müssen. Leider reichte die Zeit nicht ganz aus, ihm alles beizubringen, was er wissen hätte müssen, um diesen wichtigen Bund zu schließen. Zum Glück für ihn und für uns hatte er in Schwester Gebauer eine unschätzbare Freundin. Sie versicherte uns, sie halte übers Internet regelmäßig Kontakt mit ihm und sorge dafür, dass er zu allen Grundsätzen des Evangeliums auf dem Laufenden bleibt. Schwester Gebauer hat mich gelehrt, wie man Sprachbarrieren beiseite wischt und durch die reine Macht des Geistes lehrt.

Sister Madeline Powell

 Ich hatte nie die Gelegenheit, Schwester Gebauer kennenzulernen. Ich habe sie noch nicht einmal aus der Ferne gesehen oder am Telefon mit ihr gesprochen. Und doch war sie ein fester Bestandteil meiner Mission. Letztes Jahr im Februar habe ich meine Mission angetreten – und seither habe ich immer wieder von ihr gehört. Ich hörte von ihren Talenten, sicher, aber vor allem erfuhr ich von ihrer Liebe zur Missionsarbeit und davon, wie hilfreich und unentbehrlich sie für so viele Missionare und Freunde der Kirche gewesen ist. Ich erfuhr von ihrer Hingabe und Liebe für jeden, dem sie begegnete, und von den enormen Beweisen ihrer Nächstenliebe und den Opfern, die sie brachte, um der ganzen Welt das Evangelium zu bringen.

Sie reiste kreuz und quer durch die Gegend, um den Missionaren zur Seite zu stehen, sie übersetzte und entwarf vieles auf Chinesisch, um den Freunden der Kirche die Wahrheit in deren eigener Sprache nahebringen zu können. Schwester Gebauer war während meiner gesamten Mission sozusagen ständig präsent, und ich hatte mich darauf gefreut, diese großartige Frau eines Tages persönlich kennenzulernen. Jetzt muss ich ein wenig länger warten; doch weiß ich aufgrund der Wahrheit, die ich Tag für Tag verkünden darf, dass dieser Tag gewiss kommen wird.

Sister Kelsey Holman

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